



























Wie so oft gab es auf meinem Heimweg wieder Probleme, die die Zugfahrt verzögerten, sodass ich meinen zweiten Zug verpasst habe.
Aber anstatt eine ganze Stunde auf dem überfüllten Bahnsteig herumzustehen, habe ich mir eine Bank mit schöner Aussicht gesucht und eine Skizzenbuch Sitzung genossen.
Endlich wieder Fotos von Essen! Es fühlt sich an als ob sich ein großer Kreis schließt – zurück zu einem glücklicheren Leben, Ein Leben das ich vor vielen Jahren aus den Augen verloren habe. Und wisst ihr was? Es macht gar nichts wieder Momente aus dem Leben zu teilen. Im Grunde ist das nichts Anderes als ein öffentliches Dankbarkeits-Tagebuch – und genau das wurde uns geraubt, als uns eingeredet wurde: „Niemand will dein Mittagessen sehen“, als müssten unsere Feeds kuratiert und gefiltert sein.
Monatelang war ich nur müde, erschöpft und ausgebrannt, was auch an ungesunder Ernährung lag. Jetzt gebe ich mir wieder minimale Mühe beim Kochen, selbst wenn es nur Spaghetti von vor zwei Tagen, Gouda und frische Tomaten sind.
Oder auch kurz zusammengefasst: Ich bin dankbar für diese positive Veränderung und das Wohlfühlessen nach einem langen, langweiligen und regnerischen Arbeitstag.

Hier sind ein paar Bilder von 2017 oder so, als ich eine kurze, intensive Buntstiftphase hatte.


Und vielleicht sollte ich wieder mehr gifs von Regen und dampfenden Tassen machen… so Tumblr!



Während die Welt online und offline brennt, entsteht wohl wieder eine neue Bewegung von dezentralisierten Websites und ich bin voll dafür. Hatte jahrelang gedacht wie schön das wäre, wenn Menschen wieder eigene Webseiten nutzen. Ohne Zensur und Datensammlung ohne unsere Zustimmung – für Kunst und kleine Momente!
Ich war in einer zweijährigen kreativen Blockade gefangen, gefolgt von dem Versuch sie zu durchbrechen – so hart dass mich im July 2025 der mentale und körperliche Burnout eingeholt hat. In diesem Zustand habe ich weiter gezeichnet und nun stellt sich endlich wieder ein gewisses Gleichgewicht ein.
Ein guter Punkt um alles zu überdenken, meine online Aktivitäten, meine Beziehung zu meiner Kunst und welcher Teil des Internets eigentlich noch am erträglichsten ist.
Durch Youtube habe ich zufällig entdeckt, dass es eine animierte Adaption von Lackadaisy gibt, einem uralten Webcomic den ich vor fast 20 Jahren mal verfolgt und dann den Anschluss verloren hatte. Von der Adaption gibt es bisher nur eine Pilotfolge während die erste Staffel in Arbeit ist also vertreibe ich mir die Zeit mit Lesen.
Hier geht’s zum Comic.
Wo ich gerade bei Animation und Comics bin: während meinem Burnout/Urlaub habe ich angefangen, Animation zu lernen für Version 2.0 von der Collab hier wo viele Künstler eine Animation erstellen die dann in einem Video zusammengeschnitten wird.
Die Energie für Animation ist gerade wieder zu niedrig aber ich kämpfe mit der Disziplin um endlich meine Story Ideen zu starten.

Also… ein Hoch auf die neu gefundene Balance, den Fokus auf kleine unabhängige Netzwerke und das Festhalten an den kleinen Dingen, die es weiterhin gibt – sie gehen nur im Chaos verloren.



Mein Beitrag zum Nachfolger von dem unten folgenden Video – und meine allererste Ganzkörper Animation überhaupt.